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ARRIBA ALIANZA #473
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Was passiert, wenn Marcus Licinius Crassus auf Krösus trifft? Die Euro-Krise wirkt wie Kindergartentheater? Das Geld fliegt nur so durch die Gegend? Dagobert Duck steht daneben, um zu lernen? Zugeben, zwischen beiden liegt fast ein halbes Jahrtausend, doch auch die beiden reichsten Kontrahenten der Primera División (gemessen an ihrem TK) trennen Welten. Hier ein Verein, in dem Fussball nach dem Skispringen lediglich Sportart Nummer zwei ist, dort Heerscharen heißblütiger Fans, die für den Kick mit dem runden Ball hier letztes Hemd geben würden. Hier der aufstrebende, neureiche Club aus dem tiefsten Amazonien, mehr respektiert als geliebt, dort der traditionsreichste und beliebsteste Club des Landes – und dennoch verbindet beide Teams mehr, als sie trennt. Das gilt insbesondere für den kommenden Freitag, wenn beide Teams direkt aufeinander treffen. Ein absolutes Highlight der Saison, zweifellos. Und auch wenn Alianza eher |
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den Abstieg vor Augen hat, während sich CNI nach dem Wanka-Patzer von heute nachmittag schon mit eineinhalb Händen an der Meisterschale wähnt – ein Selbstläufer waren Gastspiele in Lima noch nie. Und Markert geht noch einen Schritt weiter: „Einen Sieg wird Fidjestöl bei uns nicht holen können. Wenn er wirklich Meister werden will, soll er sich gefälligst woanders nach Auswärtspunkten umgucken!“
Zum Abschluss noch ein Wort zur wirtschaftlichen Lage. Der größte Importeur von Pfefferminztee nach Peru hat heute nachmittag Insolvenz angemeldet. In den letzten Monaten soll der Umsatz um 95% eingebrochen sein. Wir sind erschüttert, und mit uns die 13 Ex-Mitarbeiter des Unternehmens, die seitdem den Verzehr von Spaghetti Bolognese in einem undurchsichtigen Protestakt beharrlich verweigern. Warum? Zur Stunde ist das völlig unklar, aber wir halten unsere Leser natürlich auf dem Laufenden. |
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08.02.2013 23:55 -
Florian Markert -
Alianza Lima
(0.3 TK)
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