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ARRIBA ALIANZA #475
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Alles, was man an diesem Wochenende falsch machen konnte, hat Alianza Lima falsch gemacht. Zunächst wurde völlig falsch eingeschätzt, dass CNI-Coach Fidjestöl nur zum Skispringen an die Pazifikküste gekommen war. Die Amateur-Skispringer-Auswahl aus Iquitos wurde beim ungewohnten Fussball zwar locker besiegt, aber das hätte man wahrlich auch einfacher haben können. Viel schlimmer war aber der Auftritt bei Virgen de Chapi. Gegen einen Gegner, der wohl noch nie vor dem drittletzten ZAT die Heim-Sechs ausgepackt hatte, wähnte man sich mit der totalen Offensivattacke auf der sicheren Seite. Doch weit gefehlt: Domingo Zhait Raez hatte seine Mannschaft ebenfalls mit einer taktischen 0-0-10-Formation aufgeboten und obendrei den eigenen Torhüter an den gegnerischen Strafraum beordert. So rächte es sich, dass Spielberichtsbögen in Peru nur bis 6 gehen – Alianza |
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gewann zwar mit 23:14 gegen die Gastgeber, doch dieser Sieg war am Ende nur einen mickrigen Punkt wert. Obendrein gehen die konditionellen Reserven zur Neige, und dem Derby gegen Sporting Cristal kommt somit nun schon fast existenzielle Bedeutung zu. Einzige Beruhigung für den angeschlagenen Titelverteidiger: Noch immer hat man bis zu zwei Heimspiele mehr im Restprogramm als die Konkurrenz. Dennoch: Die Defensivkrise muss schleunigst abgelegt werden. Trotz des heutigen Sechserpacks, dass allein 25% der gesamten Saisonausbeute an Gegentoren bedeutete, hat Virgen de Chapi noch immer weniger als die Hälfte dessen kassiert, was Alianza einstecken musste. Vielleicht sollte Alianza in Zukunft auch die Auswärts-Null in die Vereinsverfassung schreiben lassen – der Defensive scheint es gut zu tun, auch wenn Papier natürlich geduldig ist und längst nicht alle Peruaner lesen können… |
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15.02.2013 20:14 -
Florian Markert -
Alianza Lima
(0.3 TK)
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