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Scholz wird politisch - "Für die nächsten Monate bin ich kein Deutscher!"
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Es begann mit einem Versprecher. "Es gab einen kleinen Zwischenfall im Training mit Konstantin Fyllo...ähm, Triantafyllo...pollos. Ich wusste, der Name macht mir Probleme", meinte Scholz, schmunzelnd, als die Journalisten schon kicherten. Für einen Ausländer war es sicherlich nicht einfach, den Namen Konstantinos Triantafyllopoulos ohne Stolpern über die Lippen zu bekommen. Und das dieser sich gleich im ersten Training verletzte, weil er mit dem Spanier Vitolo zusammen rauschte, war da gleich doppelte Unglück. "Ich liebe alle meine Spieler, unabhängig davon, ob ich für ihre Namen Karteikarten brauche", meinte Scholz im Anschluss.
Dann war aber schluss mit lustig. "Ich weiß, das ich bei den Fans nicht unbedingt gern gesehen werde. Allerdings finde ich es etwas unfair, wegen Sachen bewertet zu werden, für die ich nichts kann. Ich habe noch keinem Griechen einen Sparknebel aufgelegt, und unter uns, die Merkel nie gewählt. Ich |
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halte es für großen Mist, wie mit Griechenland umgegangen wird, und auch wenn ich meine, es ist etwas viel, kann ich die Reaktion absolut verstehen."
Spontaner Beifall für die Aussagen, die in ähnlicher Form auch auf Kundgebungen zu finden waren, sicherlich etwas populistisch, aber scheinbar genau den wunden Punkt der Anwesenden treffen. Und Scholz ließ nicht nach, und lieh kurz darauf bei Kennedy: "Ich sehe mich in den nächsten Monaten aber nicht als Deutscher, nicht als Grieche, sondern als Athener. Ich habe Panathinaikos wieder auf Kurs zu bringen, und mehr hat mich auch nicht zu interessieren, nach mehr möchte ich nicht gemessen werden!"
Es war ein sicherlich notwendiger, wenn auch überraschend emotionaler Auftritt von Scholz, mit dem er die Fans wieder hinter sich bringen wollte. Denn die braucht er in den kommenden Ligaspielen auf seiner Seite. Heute Abend soll es dann losgehen, wenn man den OFI Kreta im heimischen Stadion empfängt. |
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14.06.2013 10:37 -
Heiko Scholz -
Panathinaikos FC
(0.0 TK)
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