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Das Ägypten-Abenteuer - Teil 14
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Am nächsten Morgen bei Sonnenaufgang machten sich Christian S. Schmidt und die rechte Hand in Begleitung des erfahrenen Karavanenführers Hidetaphis von der Oase Ta-íhu - heute bekannt unter dem Namen 'Farafra' - auf dem Weg nach Norden durch die Lybische Wüste. Ziel ihrer Reise war das elf Tagesmärsche entfernt liegende Memphis, die Hauptstadt Unterägyptens, das jetzt die nördliche Provinz des unter König Narmer geeinten Ägyptens war.
Die Karawane umfasste insgesamt sechs Kamele sowie eine junge Ziege: drei Reitdromedare und genauso viele Lasttiere, die das Zelt, Decken, Kleidung sowie die Vorräte für zwei Wochen - Wasser und Fladenbrot für fünf Tage, getrocknete Datteln und Feigen, Dörrfleisch, getrocknete Minze, Salz, Brennholz und Futter für die Tiere - trugen. Die Sachen hätten auch auf zwei Kamele verteilt werden können, doch Hidetaphis hatte dringend dazu geraten, ein Dromedar als Ersatztier mitzunehmen. Die junge Ziege sollte frische Milch |
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liefern und im Notfall geschlachtet werden, damit sie das Fleisch essen und das Blut trinken konnten, sollte es auf ihrer Reise zu Verzögerungen kommen.
Jeder der drei Reisenden trug einen Speer sowie einen Krummsäbel, um sich gegen etwaige Räuber wehren zu können. Auf ihrem Weg würden sie am vierten Tag in der Oase Djesdjes - 'die nördliche Oase', heute unter dem Namen 'Bahariyya' bekannt - Halt machen, ihre Vorräte auffüllen und von dort dann nach Nordosten in Richtung Memphis weiterziehen. Die beiden Trainern spürten ein Unbehagen, waren sie doch vollkommen abhängig von Hidetaphis, ihrem Karawanenführer, dem sie blind vertrauen mussten; etwas, was weder Schmidt noch sein Trainerkollege von El Mansoura bis dato kannten. Aber sie hatten keine andere Wahl, wenn sie nach Memphis kommen wollten. Ihre Hoffnung ruhte auf dem Silberring von Christian S. Schmidt, dem Trainer von Ittihad Alexandria, der ihn als Hem-nesu, als obersten Diener von Pharao Narmer auswies.
Fortsetzung folgt. |
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22.06.2013 15:53 -
Christian S. Schmidt -
Ittihad Alexandria
(0.3 TK)
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