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COPA NEWS |
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Summa cum laude? Mehr als schmeichelhaft!
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Es war spät am gestrigen Sonntagabend, als Florian Markert dem Google-Suchergebnis erst nicht glauben wollte. Der weltberühmte Startrainer hatte es sich in seinem Göteborger Schloss aus purem Gold mit einem Glas liechtensteinischem Rotwein vor dem Computer gemütlich gemacht, seine zahlreichen weiblichen Gäste waren bereits in ihre diversen Räumlichkeiten verschwunden und warteten geduldig. Nun hatte er endlich etwas Zeit für die hochgelobte Doktorarbeit des Dr. P. Pacult. Markert hatte die 475 Seiten bereits hinter sich, jetzt wollte er eine Rezension schreiben. Bei solchen Arbeiten hat es sich Markert zur Gewohnheit gemacht, zu prüfen, ob sich der Autor für sein Werk bei anderen bedient hat. Reine Routine. Die Trainerlegende gab Satzteile aus dem Text in die Google-Maske ein, mit der man nach Wortgruppen suchen kann - und landete einen Treffer. Die Suchmaschine warf einen Artikel der „Sächsische Zeitung – Sachsen am Sonntag“ aus. Pacult hatte seine Dissertation offenbar in großen Teilen wörtlich übernommen, ein Hinweis darauf aber fehlte. Davon überrascht, dehnte Markert seine Suche aus. Das Ergebnis ließ keinen Zweifel zu: Auf 438 Seiten offenbarten sich in Pacults Doktorarbeit Textpassagen, denen ein sauberer wissenschaftlicher Nachweis fehlte. Ursprünglich hatte Markert Pacults Buch nach eigener Aussage aus wissenschaftlichem Interesse gelesen. Markert arbeitet bei GAIS bekanntlich an der perfekten Taktik für den Gewinn der schwedischen Meisterschaft.
Auch Pacults Arbeit beschäftigt sich mit diesem Thema. "Es hat mich interessiert“, so Markert, „was ein eigentlich maximal mittelmäßiger Trainer, der dennoch erstaunliche Erfolge aufweisen kann und für diese Arbeit völlig überraschend die Bestnote erhielt, zu dem Thema zu sagen hat." Nicht allzu viel, findet Markert jetzt. Auch |
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inhaltlich biete die Dissertation wenig Neues. Das Gesamturteil „summa cum laude“ erscheine auch deshalb „mehr als schmeichelhaft“. Der gebürtige Österreicher mit Dresdner Vergangenheit „zermürbe“ die Leser durch seitenlanges „Stammtischgerede“. Am späten Abend stellte er die Suche nach gleichlautenden Passagen ein - das Ergebnis reiche, um von einem „Plagiat“ zu sprechen, sagt Markert.
Am folgenden Tag, dem heutigen Montag, trieb ihn sein Fund bereits um halb sechs Uhr aus dem Bett. Markert verfasste eine harsche Kritik der Doktorarbeit für die Fachzeitschrift „Kritischer Sportreporter“, die in der neuen Ausgabe Ende Februar erscheinen soll. Markert ist selbstverständlich Mitherausgeber des Fachblatts mit einer Auflage von 18.000 Exemplaren, das qualitativ ganz oben zu verorten ist. Doch diese Plattform erschien ihm für seine Erkenntnisse etwas klein. Um 7:27 Uhr alarmierte er per SMS seinen Freund und Kollegen Dr. Watson. Der hatte sich bereit seit vielen Jahren als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Obersten Copa-Gericht mit Plagiats- und Betrugsfällen aller Art beschäftigt, er war daher ein guter Ratgeber. Auch für Watson, 58, der sich derzeit zum fünften Mal an einer europäischen Eliteuniversität habilitiert, ist Pacults Arbeit ein glasklares Plagiat. Die Parallele zu einem Fall aus Bayreuth, mit dem er sich in zuvor bereits einmal befasst hatte, sei „frappierend“, sagt er. Damals war dem Betroffenen der Doktortitel aberkannt worden, eine Fortführung der exponierten beruflichen Aufgabe wurde ebenfalls unmöglich. „Eine Dissertation ist eine höchstpersönliche Angelegenheit, es gibt bei Täuschung keine Möglichkeit zu Ausflüchten“, sagt Watson. Die beiden Experten sind sich deshalb ziemlich sicher, dass man Pacult seinen Doktortitel entziehen kann – und muss! |
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04.02.2014 11:15 -
Florian Markert 2 -
Göteborgs AIS
(0.3 TK)
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