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Carlos und die Salafisten
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Ratlos schaute Canon-Coach Carlos Finisterre in das ferne und rätselhafte Deutschland. Dort hatten sich einige bärtige Gestalten in die Schwebebahn begeben, um anschließend vor der örtlichen Spielothek die Besucher vor Drogen, Glücksspiel, Alkoholkonsum und Prostitution zu warnen. Es war für den Mexikaner äußerst seltsam, weshalb eher schlichtere Gemüter sich die übrig gebliebenen Westen der letzten Love Parade umhängten, um dann Wuppertal vor Zuständen wie in Sodom und Gomorrha schützen zu wollen. Ferner erschien es ihm merkwürdig, weshalb von den Protagonisten noch kein Linienflug nach Saudi-Arabien oder in den Irak |
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gebucht worden war, um sich bei Gleichgesinnten niederzulassen und dort das Scharia-Paradies auf Erden zu erleben. Wahrscheinlich war es nur Zeitmangel und sicherlich auch die staatlichen Zuwendungen in der Nähe von Euphrat und Tigris selbst für einen bescheidenen Salafisten etwas zu mickrig. Oder der WLan-Empfang des Hustler-Kanals war in diesen Weltregionen einfach zu schwach. Wie dem auch sei, immerhin musste man der Bewegung für eine Sache dankbar sein. Schließlich hatte man für viele schlechte deutsche Rapper auf dem zweiten Bildungsweg noch eine Beschäftigung gefunden. Diese schwadronierenden Brüder hatte der Mexikaner eigentlich für unvermittelbar gehalten. |
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08.09.2014 21:51 -
Carlos Finisterre -
Canon Yaoundé
(0.3 TK)
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