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Und wenn er aber kommt? Dann laufen wir eben nicht davon!
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Ein alter Mann sitzt auf der Holzveranda seines Landhauses. Er schläft und lässt sich mit seinem Schaukelstuhl vom Wind wippen. Seine Siesta wird gestört durch einen heraneilenden Jüngling der laut „Don, Don, er ist wieder da!“ ruft…
Langsam öffnet er seine schlaftrunkenen Augen, in denen ein Glanz von Wehmut liegt. Er sieht alt aus. Alt und abgemagert. „ Werter Don! Er ist wieder da. Er reitet wieder!“ Der alte Mann im Schaukelstuhl zuckt mit den Schultern, hebt die Augenbraue und fragt: „ Wer, mi mucamo, ist wieder da?“ Der Knabe spricht mit einer zitternden Stimme: „ Sancho! Sancho Weh, euer alter Weggefährte!“ In seinem von der Sonne gegerbten Antlitz macht sich Erstaunen breit. Er wartet, denkt offenbar nach und schüttelt dann mit dem Kopf ehe er den Jüngling fragt. „¡Naranjas! |
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Er ist weg. Er hatte doch damals geschworen nie wieder zu kommen. Treib keine Späße mit mir. Die Zeiten sind vorbei als dass ich mich von meinen Fantasien habe leiten lassen.“ „ Nein, mein werter Don, es ist wahr. Sehen Sie selbst!“ Der Knabe gibt ihm zitternd einen Ausschnitt aus einer Zeitung. Der alte Mann nimmt ihn, schaut den Zettel skeptisch an, steht auf und geht auf und ab. Schließlich sagt er: „ In der Tat. Aber die Zeiten haben sich geändert. So leicht werde ich es ihm nicht machen! Die Spiele haben begonnen.“ Daraufhin verschwand der Mann im Inneren des Hauses.
Der Knabe bleibt allein draußen mit der offenen flachen Hand stehen und säuselt in sich hinein: „ Y la propina? Mmh, de tal amo, tal criado…“ Er bleibt noch eine Weile draußen stehen und geht dann schließlich gesenkten Hauptes von der Veranda herab. |
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17.05.2010 20:25 -
Graf Zahl -
Newell’s Old Boys
(0.3 TK)
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