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ARRIBA ALIANZA #533
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Gut Ding will Weile haben. Und in Peru ganz besonders, in diesem Fall aber noch ein bißchen mehr. Keine Frage, wovon hier die Rede ist: Es hat sage und schreibe 40 Saisons gedauert, aber letzten Ende ist es doch noch geglückt – Alianza Lima ist es erstmals in der Vereinsgeschichte gelungen, den Meistertitel zu verteidigen. Mit diesem Erfolg übernimmt der Club (gemeinsam mit seinem Trainer, dem „ewigen“ Florian Markert) neben der Spitze der Trainer-Hall-of-Fame auch die Führung in der Vereins-Hall-of-Fame und wird so endlich zur unumstrittenen Nummer eins der Copa-Welt.
Bei aller Freude bleibt dennoch ein Wermutstropfen: Die Markert’sche Lobbyarbeit hat einen schweren Rückschlag erlitten, die Segunda División wurde trotz aller Bemühungen um den Fortbestand geschlossen. Lediglich die völlig kontraproduktive Aufstockung der Primera División konnte mit viel Mühe noch knapp verhindert werden. Zudem musste sich die Liga von Domingo Zhait Raez, der sein Amt ersatzlos niedergelegt hat und sich lieber mit venezolanischen Bordsteinschwalben vom Schlag „Ex-Miss World von 2011“ statt mit seiner stark abstiegsgefährdeten Mannschaft vergnügt. Es sei ihm gegönnt, doch beinahe ebenso schwer |
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wiegt der Aufstieg eines trainerlosen Zweitligisten anstelle von Alcides Vigo oder Real Academia. Der geschätzte Kollege Hosef Hickersberger hat sich für Dauerkiffen unter der jamaikanischen Sonne entschieden, während der ehemalige Kolumnist und Dauerzweitligist Butters nach wie vor auf seinem nunmehr ligalosen Posten verharrt und auf den Aufstieg am grünen Tisch hofft – ein Thema, dass übrigens auch Markert als Ligaverantwortlicher noch einmal aufs Tapet gebracht hat. Nun muss das Copa-Team entscheiden, wie es mit einem der prominentesten Misserfolgsgaranten des südamerikanischen Fußballs weitergeht. Aber ein Peru ohne Butters wäre sicherlich ein weiterer Rückschlag für das von Skandalen gebeutelte Copa.
Zum Schluss wollen wir aber auch eine weitere gute Nachricht nicht für uns behalten, sondern mit ausgebreiteten Armen unter die Leute bringen: Mit Udo Röbenack, Frank Dill und Speedy Gonzales haben es drei ruhmreiche Copa-Urgesteine wieder zurück in die uns so bekannte Welt geschafft – letzterer ist sogar dreimaliger Meister in Peru, auch wenn man das eigentlich gar nicht erwähnen müssen sollte. Willkommen zurück, und auf ein baldiges Wiedersehen beim internationalen Klingenkreuzen! |
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14.10.2014 15:47 -
Florian Markert -
Alianza Lima
(0.3 TK)
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