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Vorschau Bundesliga 2030
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Für alle Ungeduldigen bieten die Chronisten der sportlichen Aktivitäten von Marítimo Funchal in dieser Woche keine Neuigkeiten von der wunderbaren Atlantikinsel, sondern stattdessen einen sehr frühen Ausblick auf den 27. Spieltag der Bundesligasaison 2029/2030:
1. FC Gazprom 04 - Borussia Dortmund: Die großen Zeiten sind für die Protagonisten des Revierduells bekanntlich lange vorbei, beide Clubs vereint seit vielen Jahren der Kampf gegen den Abstieg. Immerhin kann das Heimteam in der Rosneft-Arena gegen den ewigen Rivalen aus der Nachbarschaft einen wichtigen Triumph für die Moral und eine kräftige Steigerung des Ölpreises landen.
2. Bayern München - RedBull Leipzig: Der Serienmeister steht am Wochenende vor einer lösbaren Aufgabe, liegen die seligen Europapokalzeiten des FC Bayern doch lange zurück. Mit einem standesgemäßen Auswärtssieg (Oddset-Quote: 1,20) kann Leipzig einmal mehr frühzeitig die Weichen für einen erneuten Titelgewinn stellen.
3. VfL Wolfsburg - FC Ingolstadt: Das Spitzenspiel des 27. Spieltages steigt in Wolfsburg, wo die Werksteams von VW und Audi aufeinandertreffen. Beim Duell des Zweiten gegen den Dritten geht es nicht nur um einen Platz in der Emirates-Champions-League, das Heimteam erwartet zudem mit etwa 10.000 Zuschauern einen Rekordbesuch für die laufende Saison.
4. Hamburger SV - Bayer Leverkusen: Seit die DFL im Jahr 2015 die Unabsteigbarkeit des HSV per Dekret in ihrer Satzung festgelegt hat, ziert der Club aus der Hansestadt zumeist folgenlos das Tabellenende. Der Abstiegsplatz und der Relegationsrang sind jedenfalls nicht das Problem der Hanseaten, denen im Match gegen Leverkusen die achte Niederlage in Serie droht.
5. FC Augsburg - SC Freiburg: Das Duell der Schmuddelkinder der Liga, schließlich lassen der DFB und die DFL seit Jahren nichts unversucht, um die beiden ungeliebten Vereine mit |
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begrenzter Sponsoren- und Strahlkraft endlich in den Orkus der Zweitklassigkeit zu verdammen. Aber bis dato hat weder die happige Gehaltsuntergrenze für Spielersaläre, noch das Verbot einer eigenen Nachwuchsförderung die erhoffte Wirkung erzielt.
6. TSG Hoffenheim - Ajax Amsterdam: Mit zwei Jungen Talenten aus der erweiterten Region und acht Brasilianern sind die Kraichgauer hoffnungsfroh in die Spielzeit gestartet, belegen jetzt aber selbst nach der Winterverpflichtung von drei österreichischen Europameistern nur den vorletzten Platz. Ajax spielt wie bekannt seit der 2020 vorgenommenen Eingliederung niederländischer Spitzenteams in der Bundesliga.
7. Dynamo Dresden - Siemens Erlangen: Die Sachsen spielen nur im Oberhaus, da einige Fans des Vereins im Vorjahr den DFB-Präsidenten Christian Nerlinger entführt und als Lösegeld einen Platz an den Fleischtöpfen erpresst hatten. Die auch auf dem Platz stets erbittert kämpfenden Dynamos treffen auf den Neuling aus Franken, der zu Saisonbeginn dem nunmehr untergegangenen 1. FC Nürnberg die Franchise-Rechte abgekauft hatte.
8. Philips SV Eindhoven - Autokrandienst Jaromin Oberhausen: Der zweite holländische Vertreter erwartet am Wochenende das Betriebssportteam, welches in der traditionellen Tombola der DFL einen Startplatz in der Bundesliga gewonnen hatte. Mit dem harmlosen mittelständischen Kanonenfutter bleibt immerhin der moralische Ärger aus der Vorsaison erspart, als ein Saunaclub aus Erfurt in der ersten Liga reüssieren durfte.
Anmerkung: Die neunte Bundesligapartie gibt es bekanntlich seit der Reduzierung der Anzahl der Vereine auf 16 nicht mehr. Somit bleibt mehr Zeit für die Übertragung medialer Großereignisse, wie z. B. dem stimmungsvollen Dubai Cup, an dem neben RB Leipzig in diesem Jahr auch die Real Chamartín Globetrotters, Qatar St. Germain und der russische Meister Dynamo Kiew teilnehmen. |
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15.10.2014 22:31 -
Horst Manson -
Marítimo Funchal
(0.3 TK)
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