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Der chinesische Afronaut!
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Seit seiner neuen Afro-Frisur ist er ein anderer Mensch, ein ständig grinsender, Liedchen pfeifender Zwerg der guten Laune. Selbst die Mitmenschen in Japan bespucken ihn nun nicht mehr mit harten Kirsch- sondern nur noch mit kleinen Apfelkernen – was für eine Genugtuung.
Erst Meister der J-League und nun Meister der Herzen? Ganz soweit ist es sicher noch nicht, aber offensichtlich wird das afro-amerikanische Flair, das die neuen Haupthaare vermitteln, durchaus positiv aufgenommen, zumindest in dem kleinen Fußball-Verein Sagan Tosu. Selbst die Spieler erscheinen nun regelmäßiger und teilweise ohne groß zu murren beim alltäglichen Waldlauf und versuchen gar manch fragwürdige Trainings-Forderungen umzusetzen (O-Ton-Shon: „Zum besseren Teamklima bitte gegenseitig leicht liebkosend an die Pobacken fassen und ein, zwei private Anekdoten austauschen. Wer artig ist, darf |
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nachher auch den Ball spielen.“). Normalerweise schüttelten die Spieler bei solchen Vorlagen nur mit dem Kopf und begaben sich in Sicherheit, doch seitdem Zwerg Shon seinen Afro hat, scheinen die Dinge anders zu liegen, man scheint vom Rhythmus der Locken gepackt worden zu sein. Tanzend, lachend und teilweise etwas homo altgriechisch-freundschaftlich daherkommend, ist die letzte Woche knapp zusammenzufassen. Ob das dann allerdings auch reicht, um im prüden, verstockten Japan die Herzen der Fans zu erringen, bleibt abzuwarten – auf der jüngsten Autogrammstunde gab es jedenfalls ein paar unschöne Szenen, als speziell die Spielerfrauen sich ihrem Ärger über soviel teaminterne Kuschelei mit einer öffentlichen Verbrennung von afroamerikanischen Haupthaaren und einem Stoffzwerg Luft machten.
Tja, wer Missionar sein will, muss eben leiden... das weiß man nicht erst seit Baby Jesus.
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27.05.2010 15:43 -
Hamma Shon -
Sagan Tosu
(0.3 TK)
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