|
Ode an die Dummheit
|
Wichtige Anweisung an alle Leser: bitte vor dem Lesen die instrumental Version von Whitney Houstons „Bodygard“ einlegen und eine Duftkerze anzünden!
Alle Jahre, oder auch jede Saison, wieder läuft dem Lutscher eine Laus über die Leber. Eine Laus namens Dummheit*. Diese inspiriert den Rüffelmendirigenten dann zu einem selbstkritischen Artikel. Für gewöhnlich folgt ein solcher Erguss einem bestimmten Ereignis nach, nämlich wenn Lutscher mal wieder Mist gebaut hat. Das ist schon so oft passiert, dass man dies gleich nach ihm benannt hat – man baut einen Lutscher.
In dieser Saison ist Lutscher nach eigenen Aussagen bislang von jenen berüchtigten „genialen“ Eingebungen verschont geblieben, Grabowski dagegen sagt er hätte direkt am ersten ZAT allen gezeigt was er auf dem Kasten hat. Völlig egal wer nun Recht hat, jedenfalls verzichtete Lutscher bisher auf seinen obligatorischen Artikel. Manchmal wird Lutscher aber auch einfach so von der Dummheit geküsst, ohne dass sich das in sportlichem Misserfolg niederschlägt. Scheinbar ereignete sich diese „Kopulation“ just am heutigen Tag und musste selbstredend zu Papier gebracht werden.
Preisfrage: wer dringt in wen ein? Lutscher in die Dummheit, oder die Dummheit in Lutscher?
In einem offenen Brief beschrieb der Virtuose seine wechselhafte aber immer treue Beziehung zu seiner von vielen abgelehnten und missverstanden Geliebten.
Von ihr bestimmt, umgarnt und umarmt, verführt und manipuliert wie eine Marionette sieht er sich durch strohige Fäden von einem Fettnäpfchen ins nächste gelenkt. Für Außenstehende wirkt das bisweilen mutwillig, manchmal auch tragikomisch in jedem Fall aber wie eine ganz große Lovestory.
Das war allerdings nicht immer so…Rückblende: Das heutige Traumpaar lernte sich bereits in Kinderjahren kennen. In einer sambischen Kindertagesstätte machte Lutscher die ersten Schritte in die „richtige“ Richtung und entwickelte zunächst eine gewisse |
|
|
Affinität. Diese äußerte sich in der so genannten „was wäre wenn Neugier“. Bedeutsamstes Ereignis dieser Zeit war der Moment als Lutscher sich neugierig fragte „was wäre, wenn ich diesen Supraleiter in die 220V Steckdose stecke?“. Nach diesem Erlebnis hatte die Dummheit, wie sich wohl jeder denken kann, einen festen Platz in Lutschers „Herzen“ erobert. Viele gemeinsame Abenteuer folgten und es entwickelte sich eine Art kindliche Verliebtheit.
Das klingt schon mal ziemlich romantisch, doch wie entwickelte sich diese Sandkastenfreundschaft zu einer ausgewachsenen Romanze, mit all ihren Höhen und Tiefen?
Im Laufe der Zeit war die Beziehung mal mehr mal weniger intensiv, jedoch nie ganz eingeschlafen. Vor allem in der Schule konnte sich Lutscher in brenzligen Situationen immer wieder mit Hilfe seiner Ische aus der Affäre ziehen. Abwesender Blick, Unterlippe leicht hängen lassen, losspeicheln Mit dieser Nummer gibt einem Niemand die Schuld an irgendwas und das Mitleid ist einem sicher (ooooh, der arme Spasti). Vor allem erarbeitet man sich so auch einen gewissen „Ruf“ und bleibt von unangenehmen Zusatzaufgaben verschont. Ganz eng zusammen gerückt ist man dann in der 19. Saison Abschlussklasse des WAZ. Viel zuviel Punsch, ein dummer Affe und die verpasste Versetzung – das Äquivalent eines Heiratsantrages. Der natürlich zurückgewiesen wurde, doch trotzdem kann man nicht voneinander lassen. Zwar kriselt es derzeit ein wenig…die alte Leier: Dummheit: „du darfst nicht Meister werden Lutscher.“ Lutscher: „ich will aber, was sollen denn die anderen Trainer von mir denken?“ Dummheit: „na gut, ich verrate dir einen todsicheren Tipp.“…und so wird man wohl auch in 100 Saisons noch beim Gedanken einer Meisterschaft der Rüffelmänner in herzhaftes Lachen ausbrechen.
Und die Moral von der Geschicht´: Verarsch dich selbst, bevor es jemand anderes tut.
*eng verwandt, aber doch nicht gleichzusetzen mit der Krankheit namens Lutscheritis
|
|
01.06.2010 22:45 -
Sir Pudding Lutscher -
Riflemen
(0.3 TK)
|
|