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I steht für Irland
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Nicht nur in Die Hard werden knallharte und unbequeme Wahrheiten ausgesprochen. Auch in dem Blockbuster Knockin´ in Eire´s Goal aus dem letzten Herbst werdenl die Protagonisten sowohl über geografische als auch anatomische Fakten aufgeklärt.
Auch in diesem Film wird das Stockholm-Syndrom fälsch- und lustigerweise als Helsinki-Syndrom bezeichnet, in künstlerisch verfremdeter Form wird es jedoch im weiteren Verlauf des Film ab der 103. Minute zum Henry-Syndrom weiterentwickelt. Bei diesem Henry-Syndrom handelt es sich um die, besonders im irischen Kulturkreis gesellschaftlich wenig akzeptierte Verbindung von Fußball und oberen Körperextremitäten. Leidet man aber am Henry-Syndrom, so geht man gerne diese Verbindung ein. Meist folgt auf eine solche Aktion ein Freudentaumel und Glücksgefühle für |
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eine ganze Nation. Allerdings haben solche Aktionen meist ungeahnte Spätfolgen. Denn griesgrämige Männer mit grauen Locken und buschigen schwarzen Augenbrauen haben durch diese Aktion die Möglichkeit die blaue Mannschaft in einen Bunker zu sperren und dadurch die ohnehin latent vorhandenen Animositäten aufbrechen zu lassen. Die Folge dessen ist, dass sich eine Grand Nation in Grund und Boden schämen muss, während die Iren vor dem Fernseher mit einem frisch gezapften Guinness zwischen Genugtuung und Schadenfreude hin und her schwanken können.
Ganz besonders hart treffen die Spätfolgen des Henry-Syndrom den am Syndrom leidenden selber. Er bekommt nicht einmal mehr die Möglichkeit, den Untergand seiner Mannschaft zu verhindern sondern muss, auf die Bank verdammt, tatenlos zusehen, wie seine Les Bleus an der Tür zum Vorrundenaus klopfen. |
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18.06.2010 10:51 -
Archiebald Mor -
Vaasa PS
(0.3 TK)
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