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ARRIBA ALIANZA #351
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Nun gut, der Trick mit dem Doppelschlag in der Anfangsphase ist gegen den Skisprung-König von Peru leider in die Hose gegangen. Zu zwei Treffern hat es zwar dennoch gereicht, vom Sieg war man aber ähnlich weit entfernt wie Eddie the Eagle von einer Olympiamedaille von der Großschanze. Es war aber auch clever gemacht von Fidjestöl. Statt, wie sonst bei Alianzas Gegnern üblich, die Räume in der Mitte eng zu machen, wählte er das klassische „V“ - vom Torwart aus nach außen und noch weiter nach außen, während die Mitte völlig verwaist war und Alianzas Spieler ihre Überlegenheit im Zentrum nicht zur Entfaltung bringen konnten. Der Ball bewegte sich nämlich stets entlang der Seitenlinien, um dann überfallartig in Richtung Tor gezogen zu werden. Zu dem Zeitpunkt hatten sich die blauweißen Verteidiger aber längst entlang der Eckfahnen positioniert, um die Flanken von der Grundlinie zu verhindern, die zu keinem Zeitpunkt von Fidjestöl geplant waren. Klassischer Fall von dumm gelaufen…
Der nächste Gegner kommt daher keineswegs zum richtigen Zeitpunkt: Während es in der Offensive ohnehin momentan nicht so |
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läuft wie gewünscht, kommt nun ausgerechnet die defensivstärkste Mannschaft der Liga ins Estadio Alejandro Villanueva. Union Huaral ist zwar „nur“ Aufsteiger, steht aber dennoch auf einem sensationellen dritten Platz. PillePalle scheint gute Arbeit geleistet zu haben, auch wenn er allgemein eher als Genußmensch denn als seriöser Arbeiter gilt. Daher kommt auch sein Name: Völlig zugedröhnt soll er in den Diskotheken der Hauptstadt etliche Exzesse auf und mit Barhockern erlebt haben, teils blutüberströmt inmitten von Scherben, ohne die Schmerzen zu spüren. Verglichen mit ihm wirkt Mike Tyson wie ein Stubentiger. Diesen Gegner gilt es zu stoppen, wenn möglich mit fairen Mitteln. Variante 1 darf man bereits als gescheitert betrachten: Der geplante akustische Höllentrip beim Einmarsch hatte eine funktionierende Silberscheibe vorausgesetzt, doch die Best-of-Modern-Talking-CD ist offenbar so verkratzt, dass man ebenso gut Markert selbst ans Mikro stellen könnte. Das ist dann zwar nicht minder grauenerregend, aber mit ziemlicher Sicherheit ein Fall für den Gerichtshof: Verstöße gegen die Menschenwürde sind selbst in Peru mittlerweile verboten. |
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09.07.2010 13:19 -
Florian Markert -
Alianza Lima
(0.3 TK)
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