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Finnisches Kuriositätenkabinett Teil 7: Lebensmittelvergiftung durch Glühweinkonsum
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(209) Finnland – ja, wir hatten das bereits im letzten Artikel – immer noch ein Land des Alkoholkonsums. Der gemeine Finne an sich ist jedoch nicht fixiert auf Vodka, sondern genießt auch andere landestypische Spezialitäten, wie z.B. den finnischen Glühwein, kurz „Glögi“. Über die Semantik dieses Begriffs lässt sich vielleicht nochmal der Count gesondert aus…
Jedenfalls kam im Dezember letzten Jahres ein chemisch unwissender Finne auf die Idee, seinen Glühwein im Wasserkocher zu erhitzen und diesen kurzerhand an mehr als ein Dutzend Personen auszuschenken. Nun lernt heutzutage jedes Kind im Chemieunterricht, was ein pH-Wert ist und dass Wein, auch Glühwein, einen gewissen Anteil an Säure enthält. Für unsere Leser im Vorschulalter: Ein niedriger pH-Wert bedeutet eine |
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saure Lösung, die, v.a. im heißen Zustand, recht aggressiv mit Metall reagieren kann, was zu Korrosion und nicht zuletzt zu einem Auflösen von besagtem Metall führen kann (je nach Art der Säure und des Metalls). Wenn sich eine Heizspirale aus Kupfer in einem Wasserkocher befindet, der eigentlich nur für das Erhitzen von Wasser konzipiert wurde, muss man sich demnach nicht wundern, wenn die Glühweinkonsumenten mit Leber- und Nierenschäden ins Krankenhaus eingeliefert werden müssen. Der Inverkehrbringer des Glühweins beschwerte sich anschließend, es hätte sich kein Hinweis auf der Glühweinverpackung befunden, dass man das Getränk so nicht hätte erhitzen dürfen. Allerdings steht auf Kirschen auch kein Hinweis zur Vorsicht, dass diese Früchte verschluckbare Kleinteile enthalten….
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09.07.2010 20:06 -
Pippo -
Allianssi Vantaa
(0.3 TK)
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