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Es kann nur einen geben…
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Nachdem sich Lutscher wieder mal recht früh in der Saison von allen Meisterschaftsträumen verabschieden durfte, konnte er sich wieder vermehrt um seine Bar kümmern, Image-Pflege betreiben und auch endlich ein paar unerledigte Dinge angehen. Es war alles wie immer. Nur einmal war es anders, durfte Lutscher bis zum Schluss um den Titel mitkämpfen um am Ende bitterlich enttäuscht zu werden. So sagt es zumindest die Legende.
Anlass dieser Rückbesinnung ist die historische Saison 24. Der junge Lutscher focht mit dem schon damals vorlauten Kolumnisten um den Titel und unterlag um Haaresbreite. Was aus ihm geworden ist, sitzt heute in seiner Lounge, krakeelt schreckliche Lieder ins Mikrofon und erzählt Geschichten die niemanden interessieren.
Hier eine weitere: der inzwischen gealterte gereifte Lutscher sieht im derzeitigen Titelkampf Parallelen zu damals. Sicher bekam jeder Spieler früher nur halb soviel TK zu Beginn einer Saison und man machte daraus mindestens doppelt soviele Punkte wie heute, wenn man etwas auf sich hielt. Außerdem gehörte es zum guten Ton mindesten 3 Zeitungsberichte in jeder Woche zu verfassen. Doch der Rest ähnelt verdächtig jener schicksalsträchtigen 24. Saison. Auch heute geht es wieder eng zu, auch heute scheint das Titelrennen auf einen Zweikampf hinauszulaufen und auch in dieser Saison kann es nur einen Sieger geben.
Die Protagonisten: die rechte Hand – Tabellenführer, selbstsicher, erfahren und Jack Reacher – Verfolger, Hang zum exzentrischen, jung und wild.
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länger fühlte Lutscher eine besondere Verbindung zwischen sich und Reacher, konnte aber nie genau sagen worauf dies beruhte. Ein irritierendes Gefühl, das in Lutschers Glauben gipfelte, sich in Reacher hineinversetzen zu können, ihn zu kennen. Jetzt zu Zeiten, in denen er sich in seinen Schaukelstuhl zurücklehnen kann, fiel es ihm sinnierender-weise ein. Reacher erinnert Lutscher an sich selbst in jüngeren Jahren. Dieses nassforsche Auftreten, frech und unbekümmert. Immer auf der Suche nach Streit, sich selbst wo immer möglich in den Vordergrund zu drängen. Ja so war er früher auch mal der Lutscher…bevor er von Abenteuer zurecht gestutzt wurde.
Ein Schicksal, dass nun auch Reacher droht? Geht man nach Lutschers Meinung: zu einhundert Prozent. Denn: eine solche Niederlage schmerzt, untergräbt das Selbstvertrauen, stärkt die Konkurrenz. Nach einem solchen Debakel ist nichts mehr wie es war. Auch die Gegner sehen einen plötzlich mit anderen Augen, versuchen einen zu linken. Man bekommt Heimgegentore wo man früher locker mit 1:0 gewinnen konnte. Man sagt Sätze wie: „dann schaff ich´s eben nächste Saison“. Man ist in einem Teufelskreis. Dem Circulum Lutscheritis!
Damit seinem jüngerem Pendent ein Lebensweg wie der seine erspart bleibt, rät Lutscher Reacher alles zu tun um Meister zu werden. Und zwar in dieser Saison. Mit versagender Stimme krächzt er: „Reacher, das kann eine einmalige Gelegenheit sein…hust…verschenke sie nicht, wie ich es einst tat.“ Denn: Es kann nur einen geben, oder?!
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20.07.2010 18:56 -
Sir Pudding Lutscher -
Riflemen
(0.3 TK)
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