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Entscheidung vor Beograd
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»Vorwärts, Ruhiger Wolf!«, rief ich. »Es ist sonst alles verloren!«
Die Männer oben merkten, was unten vorging, und kamen schnell wie die Eisenbahn. Zu gleicher Zeit aber blitzten uns von der Tankstelle her einige Schüsse entgegen. Ruhiger Wolf stürzte zu Boden. Ich blieb vor Schreck halten.
»Ruhiger Wolf, mein Freund«, rief ich, »hat dich eine Kugel getroffen?«
»Ruhiger Wolf wird sterben«, antwortete er.
Da erfasste mich eine Wut, welcher ich nicht zu widerstehen vermochte. Soeben langte „Falscher Meister“ hinter mir an. »Ruhiger Wolf stirbt!«, rief ich ihm wütend zu. Ich nahm mir nicht erst Zeit, ein Messer oder einen Revolver zu ergreifen. Mit hoch erhobenen Fäusten stürzte ich mich auf „Zwei Mal Erster“ und „Heisst wie ein Eissalon“ und die anderen Indianer, welche bereits ins obere Tabellendrittel gedrungen waren. Der vorderste unter ihnen war Häuptling Strandbrunzer; ich erkannte ihn sogleich. »K.I.T.T., du Hur‘«, rief ich ihm zu. Mein Faustschlag traf ihn an die Schläfe; er brach zusammen wie ein Holzklotz.
Der neben ihm haltende Partizane hatte bereits den Tomahawk gegen mich zum |
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Schlage erhoben; da fiel der Schein der Flamme hell auf mein Gesicht, und er ließ erschreckt das Schlachtbeil niedersinken.
»Ole Sharahand!«, rief er laut.
»Ja, hier ist Ole Sharahand. – Foahr‘ in Oasch!«, rief ich.
Ich kannte mich nicht. Der zweite Hieb traf Orangenhaut mit einem mächtigen Schnicks, so dass er niedersank wie vom Cuckaricki gestreift.
»Ze-lez-nik!«, riefen die Indianer zaudernd, was soviel bedeutete, wie „Wir haben verloren!“.
»Ole Sharahand!«, rief auch der andere Beograder. »Das seid Ihr, Sharlie? O, da begreife ich alles. Jetzt haben wir gewonnen!«
Ich erhielt einen Messerstich in die Schulter, aber das fühlte ich gar nicht. Zwei der Cacaken fielen von den Schüssen TCs, und den dritten schlug ich noch nieder. Mittlerweile kamen immer mehrere der Vojvoden herab, aber sie konnte ich dem Proleten überlassen.
Ich wandte mich zu Ruhiger Wolf und kniete neben ihm am Boden nieder.
»Wo ist mein Bruder getroffen?«, fragte ich.
» Hier in der Brust«, antwortete er leise, die Linke auf die rechte Seite der Brust legend, welche sich von seinem Blute rötete – rot wie ein Roter Stern…
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27.07.2010 09:52 -
Bernd -
Roter Stern Belgrad
(0.3 TK)
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