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Heiko Scholz
   
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Ligaerfolge
Saison Platz Team Spiele Punkte S U N Tore Diff. HoF
39. Saison 13. Frankreich: Ligue 1 Ajaccio AC 38 53 16 5 17 72 : 73 -1 0
38. Saison 15. Griechenland: Super League Panathinaikos FC 30 35 10 5 15 49 : 58 -9 0

Team
20.07.2013 Ajaccio AC verpflichtet Heiko Scholz Ajaccio AC verpflichtet Heiko Scholz
10.06.2013 Panathinaikos FC verpflichtet Heiko Scholz Panathinaikos FC verpflichtet Heiko Scholz

COPA NEWS

Ajaccio in der Krise
Nach einem zwischenzeitlichen Hoch (Platz 11) befindet sich der AC Ajaccio inzwischen auf direktem Kurs in die Ligue 2. Drei Niederlagen in Folge mit satten 13 Gegentoren sprechen eine deutliche Sprache. "Ich bin fassungslos", verkündete Trainer Scholz nach dem 2:5 in Lyon seine Ratlosigkeit.

Bislang konnte Ajaccio mit einer konzentrierten Abwehrleistung seine Schwächen kaschieren. Gerade im heimischen Stadion musste der Torhüter nur sechsmal in acht Partien hinter sich greifen, was die Korsen auch für die Favoriten der Liga als unangenehmen Gegner erscheinen lies. Sah man jedoch hinter die Bilanzen, sah man regelmäßig auch eine geringe Torausbeute (bei einer passablen Chancenverwertung kam Ajaccio einfach zu selten mit dem Ball nach vorne), und einige sehr schwerwiegende Aussetzer, die gerade auswärts den Verein zurück warfen.

Unterm Strich könnte man also schließen: Ajaccio hat nicht die Qualität für die erste Liga, konnte jedoch durch eine geschlossene Mannschaftsleistung und taktisches Geschick über den Möglichkeiten agieren und das selbst gesteckte Ziel der oberen Tabellenhälfte,

tatsächlich erreichen. Doch das änderte sich trotz, oder vielleicht sogar wegen des überraschenden 3:1-Erfolgs gegen Paris Saint-Germain. "Manche Niederlagen helfen mehr als so ein Sieg", weissagte Sportdirektor Florent Deaux nach dem Spiel, und sollte Recht behalten.

Ajaccio wollte nun auch den nächsten Ligafavoriten daheim zu Fall bringen und spielte gegen Marseille mutig nach vorne, brachte seine eigene Defensivhaltung dadurch jedoch durcheinander. Die Folge: eine ärgerliche 3:4-Niederlage, und eine verunsicherte Defensive, die eine Woche später in Lyon sogar fünf Gegentore verursachte - darunter gleich zwei Eigentore.

Nachdem Ajaccio schließlich mit einem 1:4 gegen Bordeaux erstmals auch daheim vollkommen enttäuschte, grüßt man nun als Tabellenschlusslich - und stellt den Trainer in Frage. "Ein Trainer muss Lösungen finden können, um die gestellten Erwartungen zu erfüllen. Solange er das schafft, braucht er um seinen Job nicht zu fürchten", so Präsident Tuchard vielsagend. Die nächsten Spiele werden es wohl entscheiden, ob Scholz die Saison auch bei Ajaccio beenden wird.
31.08.2013 15:35 - Heiko Scholz - Ajaccio AC (0.3 TK)
Flucht aus Athen? Neuanfang auf Korsika!
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Sieben Spiele, fünf Siege, nur eine (wenn auch deftige) Niederlage. In den letzten drei Spielen wurden 15 Tore geschossen, was mehr als die 10 kassierten Tore in allen sieben Spielen sind. Das sich diese auf nur zwei Spiele verteilen, beginnt jedoch die andere Seite der Münze, auf der Groß steht: Ziel verfehlt, vorletzter Tabellenrang, Abstieg.

Zumindest, sofern der griechische Verband irgendeinem Zweitligisten die Lizenz erteilt hätte. Aber auch die komplette Mittellosigkeit des griechischen Unterbaus konnte die Fans nicht versöhnen. Im letzten Saisonspiel in Xanthi, das 6:0 gewonnen wurde, waren die Fans ständig am Radio, und hörten, wie Konkurrent PAS Ioannina einen knappen 1:0-Vorsprung über die Zeit brachten. Im Stadion war die Stimmung noch gut: Die Fans feierten die Mannschaft, der Trainer zeigte sich enttäuscht, aber optimistisch. "So brutal ist der Fußball manchmal. Faktisch gesehen war es wohl das 0:0 in Piräus, das uns den Aufstieg kostete, ein kleines Quäntchen. Wir haben einen erstklassigen Endspurt hingelegt, aber wenn man einen Hundertmeterlauf mit 150 Metern Rückstand gewinnen will, darf man eben nichtmal stolpern. Jetzt heißt es, Mund abwischen und den Abstieg in den Folgejahren vergessen machen."

Doch kaum war die Mannschaft wieder in Athen, kippte die Stimmung. Der Vorstand berief den Trainer noch aus dem Bus ins Präsidium, widerrief diese Ankündigung jedoch, als sich wütende Massen um das Gebäude versammelten. Als der Bus dann in Athen ankam, war Scholz nicht mehr an Bord. Am Telefon seine Entlassung erfahrend fuhr er in einem Mietwagen zum Hafen von Piräus, wo er von einem Freund auf dessen Yacht eingeladen wurde. Für die Medien war es

die "Flucht vor den Fans", tatsächlich war dieser Ausflug schon länger geplant. "Wir wollten, wenn die Saison soweit beendet war, eine Tour durch das Mittelmeer unternehmen. Doch nachdem ich am Telefon schon von allen weiteren Aufgaben entbunden wurde, verabschiedete ich mich von meinen Spielern und fuhr sofort hin."

Offiziell leugnet Scholz, auf Druck der Fans vorzeitig das Land verlassen zu haben, wohl aber hat er seit diesem Abend keinen Fuß mehr an griechischen Boden gesetzt. Stattdessen fand er sehr schnell eine neue Anstellung: Der AC Ajaccio suchte einen neuen Trainer und war von der Vita Scholzes überzeugt. Wegen der UEFA-Bestimmungen musste er die ersten Spieltage noch pausieren, gab jedoch als "Zivilist auf den Trainingsplätzen wertvolle Hinweise für den Spielbetrieb". Der Fanzuspruch war eher mäßig, obwohl Scholz ganz offen - und anders als in Athen - offene Trainings anbot. Optisch hat sich nicht viel verändert: Sein weißer Trainingsanzug hat nun rote statt grüne Verzierungen, der Co-Trainer gibt erweiterte Anweisungen, anstatt einfach die Worte von Scholz zum Teil kreativ zu übersetzen.

Doch seine Gestik, der Einsatz, selbst im Training, scheint derselbe. Überhaupt: Sämtliche seiner Aussagen drehen sich nur um die Gegenwart, oder aber die Zukunft. "Letzte Saison war Ajaccio das erste mal seid 21 Jahren die Nummer 1 Korsikas. Das wollen wir bestätigen, und früh nichts mit dem Abstieg zu tun haben", führt Scholz seine Pläne aus. Zu seinem früheren Arbeitsgeber sagt er nichts mehr.

Nun soll erstmal die Liga an der Reihe sein. Seine Heimpremiere hat Scholz gegen den AS Saint-Etienne, ehe die erste Reise ans Festland ansteht, mit dem Spiel gegen den Angers SCO.
27.07.2013 00:08 - Heiko Scholz - Ajaccio AC (0.3 TK)
Athen mit Rückfall ins Abwehrchaos - für ein Spiel
Es war eine lange Reise in den griechischen Norden, natürlich konnte man da etwas angekratzt und gereizt werden. Aber möglicherweise hatte die schlechte Laune des deutschen Heiko Scholz auch andere Gründe. Möglicherweise lag es daran, das seine zuletzt unschlagbare Abwehr schon nach sechs Minuten 2 Tore kassiert hatte. Möglicherweise auch daran, das noch vier weitere folgten. Möglicherweise auch daran, das es nur an der späteren Genügsamkeit des AO Veria lag, das man nicht zweistellig verlor.
Schon zur Halbzeit war zu hören, dass es in der Kabine wohl mächtig gekracht haben soll. Dennoch schickte Scholz das Team unverändert in die zweite Hälfte. Tage später meinte er dazu: "Was nützt es, die Leute anzuschnauzen, wenn ich dann doch andere das ganze sauber machen lasse? Da kann ich mir auch meine Stimme sparen." Blöd nur, das die Verantwortlichen nun nur engagierter Chaos machten, und lieber den Ball ins Niemandsand schossen, als beim versuch eines geordneten Aufbauspiels die Gefahr entstehen zu lassen, einen Fehlpass zu schießen.
So folgte nach dem 0:5 ein Dreifachwechsel, bei dem selbst Torhüter Karnezis dran glauben musste. Geholfen hat es wenig: Man fing sich noch das 0:6 ein und musste unter Polizeischutz den Heimweg antreten. Scholz war im Anschluss für kein Interview zu haben, und meldete erst in den folgenden Tagen, man wolle diese Bankrotterklärung in den letzten Spielen vergessen machen.
Dies...gelang im Heimspiel gegen Ioannina halbwegs. Immerhin stand die Abwehr, diszipliniert nach einem

dreitätigen Trainingslager auf Steno Keas, wieder stabil, und konnte gegen allerdings auch harmlose Nordwestgriechen mal wieder ohne Gegentor auskommen. Es brauchte jedoch schon eine Standardsituation, die durch den jungen Ibrahim Sissoko in Minute 29 verwandelt wurde um zu einem mehr als knappem 1:0-Sieg gegen die direkten Konkurrenten zu kommen.
"Zu sagen, wir sind gegenüber dem letzten Spiel einen Schritt voraus, wäre keine große Kunst", so Scholz nach dem Spiel, "aber ich bin mit der Leistung soweit zufrieden. Doch nun wird es ein Endspurt mit Ioannina. Wir sind punktgleich, es sind noch drei Spiele, und von weiter oben ist niemand von uns mehr einholbar. Eventuell macht sogar Kavala im Endkampf noch mit. Das wird nicht einfach, und ich erwarte nun vollständigen Einsatz und unbändigen Kampfgeist von jedem einzelnen Spieler!"
Ob das ausreichen wird? Wichtig wird wohl vor allem sein, das die Abwehr den wohl doch eher harmlosen Sturm den Rücken frei hält. Doch das ist leichter gesagt als getan. Das erste verbleibende Spiel ist auswärts bei Aris Saloniki, die noch um die internationalen Ränge kämpfen, was aber letztlich sogar noch die leichteste Aufgabe ist. Danach empfängt man daheim Mitkonkurrent Kavala, ehe am letzten Spieltag die Entscheidung eventuell zeitgleich mit der in der Meisterschaft fällt, wenn man Gast beim derzeitigem Zweiten Skoda Xanthi ist. Es wird nicht leicht für Athen, und theoretisch hat man es nicht mal mehr selbst in der Hand. Ein wenig Glück ist also notwendig, damit der Traditionsclub in der Super League bleibt.
28.06.2013 12:43 - Heiko Scholz - Panathinaikos FC (0.3 TK)
Die Null steht nicht an der Trainerbank, sondern in der Statistik
Panathinaikos legte los wie die Feuerwehr. Wie ausgewechselt agierten die Spieler, passsicher, engagiert, hartnäckig. Und hart. Aber die frühe gelbe Karte gegen Kapitän Seitarides sollte kein Indikator sein: Neben den Bewegungsabläufen war das Erobern des Balles ohne Foul der Fokus im Training von Scholz. Und es schien, das dies entweder für die Spieler eine ganz neue Idee war, oder sie ewig nichts mehr davon gehört hatten, denn von ein em Spiel aufs nächste schienen sie Experten davon zu sein.
Sicherlich half auch, das bereits in der neunten Minute Toché das 1:0 für Panathinaikos erzielte, und nur vier Minuten später Owusu-Abeyie auf 2:0 erhöhen könnte. Kreta schien früh den Faden verloren zu haben, und verschränkte sich auf das, was auch ohne viel Nachdenken funktioniert: Das eigene Tor verriegeln.
Die wenigen Konter, die unter gütiger Mithilfe Athener Übermütigkeit entstanden, waren allerdings kein Problem für die feste Abwehrreihe, was die Halbzeitbilanz von 8:0 Schüsse aufs Tor für Athen bestätigte. Diese schalteten in der zweiten Halbzeit dann deutlich zurück, ließen Kreta gegen ihre eigene Abwehrwand anrennen und konterten nun ihrerseits im eigenen Stadion. Einmal wurde es noch gefährlich: Seitaridis blieb im Athener Olympiastadion im Rasen hängen und lässt Koutsianikoulis unbedrängt in den Strafraum herein. Seitaridis steht wieder auf, sprintet nach und grätscht an der Fünfmeterlinie, der Kretaer Stürmer fällt, der Ball ist im Aus - und der Schiedsrichter gibt Eckball. In den Zeitlupen ist nicht viel Aufschluss über die Situation zu holen, wohl aber wirkte es mehr wie ein Foul denn eine Schwalbe. Also Glück für Athen, kein Elfmeter und Seitarides blieb die gelb-rote bzw. sogar die rote Karte erspart.
Und als wolle er den Flock für Kreta noch tiefer in den Boden treten, war er es dann, der nach einer Ecke für Athen in der 87. Minute den Ball aus kurzer

Distanz zum 3:0 ins Netz trieb. Die Fans störte das weniger, das ganze Stadion jubelte, Pyrotechnik wurde abgebrannt, und nachdem wenige Minuten später das Spiel abgepfiffen wurde, stürmten sie das Spielfeld, als hätte Athen eben die Meisterschaft gewonnen. Dem Präsidium gefiel's weniger: Für das anstehende Spitzenspiel gegen Piräus musste nun ein ganz neues Geläuf ausgelegt werden.

Dieses Spiel wurde giftig, die Auswärtsfans wurden schon im Vorfeld ausgesperrt und machten vor dem Stadion Randale, während die heimischen Fans das Stadion in einen Hexenkessel verwandelten. Doch auf dem Spielfeld tat sich nicht viel Spielerisches. Athen bemühte sich zwar, schien aber dieses gewaltlose Ballerobern wieder etwas verlernt zu haben. Piräus versuchte gar nicht erst, den Knochen auszuweichen. Sieben gelbe Karten bis zur Halbzeit sprachen eine deutliche Sprache, 2:1 Torchancen für Piräus (die auch noch alle aus Freistößen resultierten) ebenfalls.
Mit der frühen Gelb-Roten Karte von Pape Sow war die Marschroute der Kleeblätter klar: das 0:0 verteidigen. 40 Minuten lang. Die Wechsel, die Scholz vornahm schienen dabei alle den Charakter zu haben, einen zweiten Platzverweis zu vermeiden. Piräus kam noch ein paar Mal gefährlich vors Tor, aber Torwart Karnezis und seine sieben Abwehrspieler schafften es, das Tor bis zum Ende des Spieles sauber zu haben.

Zum zweiten Mal diese Saison kassierte Athen zwei Spiele in Folge kein Gegentor, und wenn man nun bedenkt, das man die beiden Hinspiele ohne eigenen Torerfolg verlor, ist durchaus eine Leistungssteigerung zu vernehmen. Dies ist auch dadurch bemerkbar, das weniger Voodoo-Puppen mit dem konterfrei des "Nicht-mehr-deutschen" Trainers angezündet wurden.
Als nächstes muss nun wieder gereist werden, und zwar nach Zentralmakedonien, wo man gegen den international ambitionierten AO Veria antritt. Danach empfängt man Abstiegskonkurrent PAS Ioannina im heimischen Olympiastadion.
15.06.2013 10:34 - Heiko Scholz - Panathinaikos FC (0.3 TK)
Scholz wird politisch - "Für die nächsten Monate bin ich kein Deutscher!"
Es begann mit einem Versprecher. "Es gab einen kleinen Zwischenfall im Training mit Konstantin Fyllo...ähm, Triantafyllo...pollos. Ich wusste, der Name macht mir Probleme", meinte Scholz, schmunzelnd, als die Journalisten schon kicherten. Für einen Ausländer war es sicherlich nicht einfach, den Namen Konstantinos Triantafyllopoulos ohne Stolpern über die Lippen zu bekommen. Und das dieser sich gleich im ersten Training verletzte, weil er mit dem Spanier Vitolo zusammen rauschte, war da gleich doppelte Unglück. "Ich liebe alle meine Spieler, unabhängig davon, ob ich für ihre Namen Karteikarten brauche", meinte Scholz im Anschluss.
Dann war aber schluss mit lustig. "Ich weiß, das ich bei den Fans nicht unbedingt gern gesehen werde. Allerdings finde ich es etwas unfair, wegen Sachen bewertet zu werden, für die ich nichts kann. Ich habe noch keinem Griechen einen Sparknebel aufgelegt, und unter uns, die Merkel nie gewählt. Ich

halte es für großen Mist, wie mit Griechenland umgegangen wird, und auch wenn ich meine, es ist etwas viel, kann ich die Reaktion absolut verstehen."
Spontaner Beifall für die Aussagen, die in ähnlicher Form auch auf Kundgebungen zu finden waren, sicherlich etwas populistisch, aber scheinbar genau den wunden Punkt der Anwesenden treffen. Und Scholz ließ nicht nach, und lieh kurz darauf bei Kennedy: "Ich sehe mich in den nächsten Monaten aber nicht als Deutscher, nicht als Grieche, sondern als Athener. Ich habe Panathinaikos wieder auf Kurs zu bringen, und mehr hat mich auch nicht zu interessieren, nach mehr möchte ich nicht gemessen werden!"
Es war ein sicherlich notwendiger, wenn auch überraschend emotionaler Auftritt von Scholz, mit dem er die Fans wieder hinter sich bringen wollte. Denn die braucht er in den kommenden Ligaspielen auf seiner Seite. Heute Abend soll es dann losgehen, wenn man den OFI Kreta im heimischen Stadion empfängt.
14.06.2013 10:37 - Heiko Scholz - Panathinaikos FC (0.0 TK)
Panathinaikos holt Scholz - Fans protestieren mit Fackeln
Wenn schon der erste Tag im Amt symbolisch für die Amtszeit eines Trainers stehen soll, sollte Heiko Scholz eventuell eine bessere Lebensversicherung abschließen - auch wenn er vermutlich anmerken würde, das er ja niemanden zum erben vorweisen könne. Denn auf die Nachricht, dem finanziell klammen Verein aus dem finanziell noch klammerem Land werde nun ein durchaus gut dekorierter Trainer vorgesetzt, der ausgerechnet auch noch aus Deutschland kommt, waren die Fans vor der Stadion geströhmt und protestierten lautstark, verbrannten sogar Fahnen, die nicht bereits schon in den Wochen zuvor verbraten wurden.

Warum Scholz? Der Trainer, der als Spieler in den letzten Jahren der DDR kein Star, aber doch zur gehobenen Fußballerriege gehörte, der nur kurz für Dresden, Bremen und Leverkusen in der Bundesliga agieren konnte und auf ein bundesdeutsches Länderspiel kam, der Trainer, der in der Folge auch nur Interimsweise höherklassig agierte, genau dieser Trainer ist es, den Panathinaikos nun als Heilsbringer angesehen hat. Dabei spricht Scholz nicht einmal griechisch.

"Es hat sich niemand wirklich um den Job gerissen", gesteht Präsident Ioannis Alafouzos, "der Verein ist Tabellenletzter und hat weltweit bekannte Finanzprobleme. Niemand wollte derjenige sein, der ihn letztendlich in die zweite Liga führte." Niemand - außer Scholz. "Scholz hat sich als einer der wenigen Kandidaten gemeldet, und war neben Bewerbungen aus Namibia und Neuseeland vielleicht einer von drei ernsthaften Kandidaten. Unter normalen Umständen hätten wir vielleicht einen griechischen Trainer zuerst eingeladen, aber nachdem wir ihm bestätigten, das wir ihn in der engeren Auswahl hatten, rief er am nächsten Morgen plötzlich an, er sei gerade in Athen, ob man sich nicht noch heute zu einem informellem Gespräch treffen konnte."

Und das tat man. Und in diesem Gespräch zeigte Scholz dem erstaunten Alafouzos, das er bereits eine Mappe mit Informationen über das

Team hatte, die Namen auswendig lernte und taktische Überlegungen anstellte. Er sprach über Konzepte, die für Athen passen würden und fragte, ob es möglich wäre, als erste Amtshandlung ein Testspiel gegen die eigene Jugend auszurichten. Auf diese wolle er aufgrund der Finanzlage in Athen vermehrt bauen. Zuletzt kam der Punkt, der den beeindruckten Präsidenten am meisten erstaunte. "Er verlangte einen leistungsbezogenen Vertrag. Sein Grundeinkommen war zwar kein Gehilfengehalt, aber im Vergleich zu vorigen Trainern sehr gering, und konnte nur durch Erfolge gesteigert werden. Siegprämien, Endplatzierungen und so weiter. Er bot sogar an, bei einem Abstieg zu stark verminderten Bezügen an Bord zu bleiben, so man ihn denn behalten wolle. Und da konnte ich dann nicht nein sagen."

Über die heikle Situation mit den Fans hatte man an diesem Tag nur kurz gesprochen. Zu kurz, wie Alofouzos später feststellt. "Ich hatte Proteste erwartet, wenn wir einen deutschen Einstellen. Aber das hier war schlimmer, als ich gedacht hatte. Ich hatte Angst, die Fans würden Scholz vertreiben, oder gar irgendwas mit ihm anstellen, wenn er näher kam." Tatsächlich gaben einige Fans zu Protokoll, das sie den Trainer nur zu gerne eigenhändig vom Hof gejagt hätten. Dumm nur, das kaum jemand wusste, wie er denn eigentlich aussah, und er, den Bart frisch abrasiert, dennoch seinen Weg ins Stadion zur offiziellen Vorstellung fand. Nach der Pressekonferenz begab er sich kurz zum Zaun, hinter dem die Demonstranten protestierten, und bat über einen Dolmetscher um Toleranz, und um Zeit, das Team wieder aufzubauen. Dennoch musste er mit Polizeischutz und der Einsicht, das dies wohl seine schwierigste Trainerstation werden würde, wieder weggefahren werden.

Scholz und Athen - wird das gut gehen? Er hat nun zumindest erst einmal zwei Heimspiele, um einen guten Start hinzulegen: Zunächst empfängt man den OFI Kreta, danach geht es schon zum großen Duell gegen den Rivalen aus Piräus.
11.06.2013 09:41 - Heiko Scholz - Panathinaikos FC (0.3 TK)


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