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Die Ukulele in Don-Moll
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Immer zur Mittagszeit spielt der Don sein Klagelied. Beschwipst nudelt er auf der Ukulele herum, wettert gegen seine Erzfeinde und verflucht die Götter der Copawelt.
Mit seinem Schicksal hadernd und mit seiner Blase kämpfend, stößt er Woche um Woche jaulende Herzschmerz-Melodien gen Himmel, gen Dach der Welt, immer mit der Hoffnung beseelt, dass eines schönen Tages sein Tag kommen würde – der Tag der Abrechnung, der Moment der Rache, der ergreifende Klang des Triumphs. Aber mehr als „Mach endlich das Fenster zu und halt die |
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Schnauze!“ war bisher nie zu vernehmen – Oh Chile, du unbarmherzige, unnahbare Göttin der Qual, verdecke dein lustvolles Antlitz und lass ihn einfach gehen, den Don, in eine Welt ohne Konkurrenz, ohne taktische Finesse und ohne amüsante literarische Machwerke. Lass ihn gehen in eine Welt der kleinen Eberles* und endlich das Hochgefühl der absoluten Überlegenheit genießen.
*Ähnlichkeit zu lebenden Wesen soll hiermit selbstredend nicht hergestellt werden – der Name ist rein fiktiv und dem Autor gerade in den Kopf geschossen
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20.05.2011 11:36 -
Don Solo -
Universidad de Concepción
(0.3 TK)
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