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Symphonie der Langeweile
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Im beschaulichen Chile, hoch über dem Rest der Welt, geht das Leben in grauen Mänteln spazieren, genießt die Ruhe, die unaufgeregte Reise der Menschen, ohne die quälenden Fragen nach Sinn oder Unsinn des Daseins. Es ist die immer widerkehrende Symphonie der Langeweile, das klaglose Lied der latenten Bedeutungslosigkeit im Fluss der Zeit.
Inmitten dieses sanften Plätscherns der Nichtigkeiten treffen heute die zwei philosophisch-angehauchten Antagonisten des Landes, die heimlichen Freunde kleiner Wellen in der grauen Suppe des chilenischen Lebens, aufeinander. Die |
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Rede ist vom ewig jungen Duell der Ex-Spitzentrainer Roquo und Solo. Spannung darf allerdings nicht erwartet werden, liegt der sportliche Mehrwert dieser Partie doch in etwa auf Niveau der griechischen Wirtschaft. Ergo ist es eigentlich egal wer sich noch Tore für dieses Spiel leisten kann, am Ende ruft die sportliche und leibliche Insolvenz. Dennoch, die Zeit ist dehnbar, gerade wenn man langersehnten Ereignissen oder Wünschen nachsinnt. So hat am Ende wohl ein bekannter Philosoph des Landes die passendsten Worte gefunden, wenn er sagt: „Alles dauert ewig.“
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14.10.2011 15:43 -
Don Solo -
Universidad de Concepción
(0.3 TK)
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