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Stabil debil
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Der Weltuntergang ist überstanden, der Alpaka-Festschmaus runtergewürgt und die Anverwandten wieder aus dem Sichtfeld verschwunden – das Leben könnte eigentlich so schön sein, wäre da nicht Solos marode Leuchtdiode im Kopf.
Täglich erinnert sie seine Mitmenschen daran, dass man nett, zuvorkommend, aber auch streng und mit viel, viel Geduld gegenüber den geistig Minderbemittelten auftreten sollte. Solos verwirrte Zellanhäufung bemüht sich zwar um Einpassung ins System, um vernünftige Artikulation, ja, selbst um ein halbwegs ansprechendes Training bei Universidad (er darf allerdings nur noch die Ü60 mixed Mob-Mannschaft im Westflügel betreuen), doch wirklich ansprechende Gedankengänge sind kaum |
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bis gar nicht zu beobachten. Letzte Woche kam er, schrieb ein paar überflüssige Zeilen für die Presse, winkte in ein paar imaginäre Kameras und vergaß dann zu tippen. Was für ein Fauxpas. Mittlerweile scheinen die hellen Momente bei Solo immer seltener zu werden, so dass die Frage nach einem Schlussstrich nicht mehr nur hinter vorgehaltener Hand gestellt wird. Im Gegenteil: erst diese Woche wurde er ganz direkt gefragt „warum er sich dies und den anderen immer noch antue – er hätte doch alles erreicht und könnte in Frieden und mit Stolz abtreten.“ Darauf antwortete er nur: „Abtreten am Arsch. Meine Mission ist noch längst nicht am Ende.“ Dann setzte er sich unvermittelt und machte ein Nickerchen.
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28.12.2012 12:10 -
Don Solo -
Universidad de Concepción
(0.3 TK)
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