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Chile – vom Aussterben bedroht?
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Hoch oben, auf den Erhebungen der Anden, irgendwo im südamerikanischen Nirgendwo, abseits des Troubles, fern der modernen Welt, lebten einst viele interessante, urtümliche Trainergeschöpfe. Im Kreislauf des ewig Wiederkehrenden sinnierten sie über das Leben im Abseits, über die Debilen der 1. Welt und über die Freiheit des Seins in der sauerstoffarmen Bedeutungslosigkeit.
Aber kaum ist man mal ein oder zwei Jahre im Winterschlaf, ändert sich plötzlich diese liebgewonnene Routine, schlägt der Wandel erbarmungslos zu und nimmt einem die Stützpfeiler des eigenen Oxidierens, den sportlichen Sauerstoff, kurz: die Kollegen. Lediglich noch elf der achtzehn Trainerposten sind besetzt, zur Hälfte davon mit unbekannten Gesichtern. Scheinbar befindet sich ganz Chile im |
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Auflösungsprozess, hat den Weg alles Irdischen eingeschlagen und zuckt nur ab und an noch wie ein kopfloses Huhn kurz bevor es gänzlich dahin geht. Lohnt da noch ein Verweilen, ein Bleiben im Land der Patenduelle? Wohl kaum. Die Frage ist nur wo es jetzt hingehen soll? Wer will so einen unsteten, verwirrten Geist wie Solo aufnehmen? Ist es nicht besser gleich ganz im Altenstift zu verschwinden, um dort die Belegschaft mit angestaubten egozentrischen Helden-Geschichten zu quälen und auf das eigene körperliche Abdanken zu warten? Oder sollte man doch noch einmal das Hüftgold zurechtrücken und an der Copacabana den Roquo-in-die-Pfanne-hauen-Tanz zelebrieren? Fragen, die in den kommenden Wochen mit Sicherheit beantworten werden könnten – meint zumindest Solos bester Freund: der Konjunktiv.
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04.01.2013 13:23 -
Don Solo -
Universidad de Concepción
(0.3 TK)
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