|
Die Semantik des Abschieds
|
Ist die eigene Liga voll von leeren Vereinen, die Trainerkollegen voller Lustlosigkeit sich mit der Presse zu beschäftigen und das eigene Streben nach Lachern dem drögen Beschreiben der Situation gewichen, dann ist es wohl höchste Zeit Abschied zu nehmen.
So weicht der Konjunktiv mehr und mehr dem Imperativ, das bemühte Schreiben dem mühsamen Tippen von Wortquastereien, der Hunger auf brisante Duelle dem Durst nach neuen Zielen – nur eines bleibt: die Frage |
|
|
„Wohin?“. Argentinien ist Eberlesiert, Ligen wie Peru zu klein, Brasilien zu groß, die USA zu uninteressant, Kolumbien fast so leer wie Chile, so dass eigentlich nur Mexiko bleibt – aber Mexiko? Da wird man sicherlich den ganzen Tag nur beklaut. Außerdem ist es dort heiß, sogar sehr heiß. Und die haben dort nur Wüste und behaarte Frauen. Da kann man dann eigentlich auch gleich hier bleiben, bei seinen Alpakas und den Taubstummen, wäre da nur nicht die unerträgliche Langeweile.
|
|
11.01.2013 12:16 -
Don Solo -
Universidad de Concepción
(0.3 TK)
|
|