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Spritzgebäck
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Elektrisches Licht – taghell, bunt, schmerzend, blinkend – es ist wieder zurück in den Hochanden Chiles, dazu etwas Laserlicht zwischen den Augen und fertig ist die, bei Solo so verhasste, Lichtershow namens Adventszeit.
Um sich diesem jährlich wiederkehrenden Unsinn zu entziehen, dem farbenfrohen Anfall der Werbeindustrie zu entkommen, zieht Solo für die kommenden vier Wochen mal wieder zu seinem „guten“ Freund Lutscher. Dort im fernen Cobreloa, wo seit Jahrzehnten die Frauen das Stadtbild dominieren, gibt es nämlich keinen elektrisch hochgetrimmten Schwanzvergleich, keine Technik „die begeistert“, ja, nicht mal |
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eine funktionierende Straßenbeleuchtung, sondern lediglich urige Gebäck-Stände, keifende Östrogen-Selbsthilfegruppen und runzelige Häkelclubs. Ein Ort, der für den Zivilisationshasser Solo wie gemalt erscheint. Ganz in Ruhe kann er sich dort auf die kommenden trainerlosen Teams vorbereiten, sich nebenbei mit kalorienreichem Gebäck die Arterien vollkleben, heimlich vom Östrogen naschen und sich allabendlich in neue übergroße Wolldecken einrollen. Es ist ein tolles Leben und heute geht es los, direkt nach den zwei „überraschenden“ Siegen gegen kopflose Blinklichter des chilenischen Hochlandes – Punkt 19 Hundert.
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29.11.2013 18:14 -
Don Solo -
Universidad de Concepción
(0.3 TK)
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