Am kommenden Freitag hat die diesjährige Mohun-Jagd in jedem Fall ein Ende; ob für Jäger oder Gejagte erfolgreich, scheint seit vergangener Woche (vor)entschieden: Beim Pokaldebüt für seinen indischen Arbeitgeber konnte Sergej Pilatschkin seinem ausgezeichneten Ruf auf internationaler Ebene mehr als gerecht werden. Schon das Erreichen des Champions League-Finales durch eine taktische Meisterleistung gegen favorisierte Australier musste die routinierten Trainer über die erneut vergebene Meisterschaftschance hinwegtrösten. Statt des so lange
erhofften ersten blauen Sterns seiner Karriere, winkt dem Wandervogel nach einer erneuten Demonstration seiner Unberechenbarkeit abermals ein Pokaltriumph.
Sämtliche verfügbaren indischen Rechenkünstler wurden zum Ausgang des Finales befragt und prognostizierten einstimmig den bevorstehenden Finalsieg. Für den Ex-Kiwi Pilatschkin würde ein solcher Erfolg gegen D-U-S-Chefpropagandisten Lobanowski natürlich eine besondere Genugtuung bedeuten - den Wombat-Witz der Woche offenbart jedenfalls der Blick auf die Finalserien der beiden Pokalwettbewerbe.