Irgendwie ist man sich in Figueirense gar nicht mehr so sicher, ob das denn so eine schlaue Idee war in das Finale der Copa Americana einzuziehen. Zu hoch ist die Fallhöhe geworden und sie wird höher und höher. Nicht für Roquo – der (eine Behauptung ohne gewissenhafte Prüfung) als erster Trainer mit zwei verschiedenen Vereinen einen internationalen Titel erringen kann, sondern auch für den Verein selbst. Schließlich haben sich die beiden Kombattanten der Finalspiele der Copa Americana in den ersten beiden Spielen jeweils keine Blöße gegeben und stehen sich nun mit weiterhin fast vollem Waffenarsenal gegenüber und warten darauf wann und mit welchem Nachdruck der Gegner zur großen Attacke ansetzt. Erfahrungen mit solchen Situationen bestehen bei Roquo und dem dranhängenden Trainer-Clan zuhauf. Sowohl Erfahrung mit der Situation an sich, aber eben auch mit dem Scheitern entsprechenden Lage. Ganz anders
verhält es sich beim Konkurrenten donmh. Blättert man hier durch die internationale Vita findet sich nahezu kein Eintrag, schon lange keiner mit dem Verweis auf viele Spiele in der Endphase internationaler Wettbewerbe. Muss da wirklich gleich der große Erfolg bei einem erstmaligen Ausflug in eben solche Sphären folgen. Wenn ja: Glückwunsch! Denn verdient wäre der Erfolg allemal nach dem Marsch durch die laufenden Runden der Copa Libertadores und Copa Americana. Und beim Gedanke daran, dass man auf jeden Fall bei einem großen Ereignis der Copa-Geschichte beteiligt sein wird, kommt dann auch wieder Vorfreude auf das morgige Ereignis. Sowohl beim Trainer – der wohl trotzdem noch zaghafter als sonst das Ergebnistableau anklicken wird – als auch beim einzig in einem international Wettbewerb verbliebenen brasilianischen Verein. Eh ein schöner Titel den man sich da in diesem Jahr schon mal erworben hat: „der letzte Brasilianer“. Punkt.