Den Start in die Copa-WM fernab der wenig interessierten Heimat hat die ägyptische Delegation am vergangenen Mittwoch bei der 0:3-Niederlage gegen China schon vermasselt und steht gegen Argentinien in dieser Woche schon unter Zugzwang. Der für alle Copatadores wohl immer ungewohnte Gruppenmodus scheint jede taktische Zurückhaltung in der Auftaktpartie zu bestrafen. Pharaonen und Gauchos, die beide diesen Weg wählten, sehen die Qualifikation für das Achtelfinale in weite Ferne gerückt.
Enttäuschend aber auch die Anteilnahme im von der Altlast Mubarak befreiten Ägypten am Geschehen um die eigene Nationalmannschaft. Trotz Aufruf in Zeitung und Kolumne ließ sich keiner der in der Liga jüngst so schreibfleißigen Trainer dazu herab, die Arbeit der drei bislang glücklosen Nationaltrainer mit wenigen Zeilen zu unterstützen. In diesem Fall entspricht die abgelieferte Leistung nur dem von den übrigen Pharaonen gezeigten Einsatz.