Das war ein Paukenschlag. Das großartige Auftaktspiel der Elfenbeinküste gegen die klar Unterlegenen geradezu jämmerlich vor sich hin kickenden Neuseeländer löste einen Sturm der Begeisterung in Yamoussoukro, der Hauptstadt diese kleinen afrikanischen Landes aus.
Die Menschen im ganzen Land tauften ihre Mannschaft bereits in "Sturm des Volkes" um und einige Gruppierungen sind bereits damit beschäftigt, die aus der Fußballbegeisterung resultierende Volksmeinung zu instrumentalisieren und so die seit 2002 bestehende Trennung des Landes zu revidieren.
Die Menschen feiern und tanzen noch immer auf den Straßen und das kleine unbedeutende Eiland am Ende der Welt, geduckt hinter Australien, das bei diesem grandiosen Sieg als "Gegner" herhalten musste, wurde gestern in fast allen Dialekten des kleinen afrikanischen Landes belustigt besungen und wohl auch zum Gut teil kräftig verhöhnt.
Den Neuseeländern mag das nicht gefallen, aber möglicherweise können sie sich damit trösten einem kleinen Land in Afrika zu einer besseren Zukunft verholfen zu haben.