Es hat tatsächlich stattgefunden und ist bereits in die japanischen Geschichtsbücher eingegangen: Das "Wunder von Windhoek", der Treffer zum 2:2 in der Nachspielzeit gegen Brasilien. Es spielten sich unglaubliche Szenen bei den ansonsten so reservierten Japanern ab, als Sumitomo Kashekoshi mit einem Schuss aus 40 Metern in der letzten Sekunden in den rechten Winkel traf. Insofern steht für das nipponesische Trainerdreigestirn (Rosenmontag passt keine andere Bezeichnung) doch noch überraschend ein Achtelfinalspiel auf dem Programm, anstatt ein vorzeitiger Rückflug mit Japan Airways. Nun heisst der Gegner also Austria. Ein Land, dass bei Lippis letztem Besuch im Jahr 2008 immerhin "90 Jahre Österreich" gefeiert hat, wobei diese wohl nicht ganz am Stück verlebt wurden. Schon aufgrund der tiefen Abneigung des ostdeutschen Showmasters gegenüber dem Landschaftsmaler und Hobbystrategen sowie seiner Verachtung für Opus, DJ Ötzi, Elfriede Jelinek, Mörtel Lugner, Aprés-Ski-Hits und die Zillertaler Schürzenjäger ist das Match für Lippi eine echte Herzensangelegenheit.
|